Ostkarte #052 – Südafrika, oder: Am Ende

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Die Ouvertüre zum Ende

Südafrika ist einer dieser offenen Geheimnisse für Reiselustige. Ein Land mit tragischer Historie und spannungsreicher Gegenwart, das eine eigene Mischung aus Moderne und Tradition aufweist, die sich nicht selten an der Bruchstelle zwischen Reichtum und Armut, weiß und schwarz bewegt. Südafrika bietet eine einmalige Mischung aus Flora und Fauna – und das im Gegensatz zu vielen afrikanischen Safari-Klassikern (Kenia, Tansania, Botswana, etc.) zum Dumpingpreis mit unglaublichen Selbsterkundungsmöglichkeiten. Hier wollte ich diesen riesigen weißen Fleck, den der „Schwarze Kontinent“ auf meiner Landkarte darstellt, zumindest ein wenig reduzieren.

Die, insgesamt betrachtet, relativ mickrige Reduktion des weißen Flecks „Afrika:

Reduktion Afrika

Die Ankunft in Johannesburg, nach zwei Nachtflügen in Folge, drei Halbtagen in Flughäfen, nach durcheinander gewirbelten Zeitzonen, nach Flugumbuchungen aufgrund von US-Paranoia (ich bin da quasi kurzfristig auf der Terrorliste gelandet), nach Flugtickets, die nicht im System auftauchten, kann man sich wie die Zombieapokalypse vorstellen. Ich, the walking dead, nur mehr zusammengehalten durch den Kleister lokaler Energy Drinks, in ein Monster mit geäderten Augäpfeln verwandelt, suche nach Sitzgelegenheiten, versuche, nicht einzuschlafen, hebe Geld ab. In wenigen Tagen werde ich feststellen, dass bei dieser Operation meine Bankomatkarte, von Betrügern kopiert, unbrauchbar geworden ist. Am Ende kommt noch alles zusammen.

Ein Mietauto, für 18 Tage reserviert, sündhaft günstig, wartet auf uns. In einem Land ohne gut ausgebauten öffentlichen Verkehr ist es die einzige Möglichkeit schnell viel zu sehen. In Südafrika herrscht Linksverkehr. Und auch sonst bin ich heilfroh darüber aus mir sehr willkommenen administrativen Gründen (fehlender internationaler Führerschein) nicht hinterm Steuer sitzen zu müssen dürfen. Die geplante Strecke ist ehrgeizig, um einen positiven Terminus zu bemühen. 5.500km in nicht einmal drei Wochen? Das ist Brutalität.

Das wird die Strecke sein:

SA Route

Es wird ein Martyrium werden, aber es wird sich im Nachhinein doch gelohnt haben.

Die Woche des Jet Lag

Da habe ich mir wohl zu viel zugemutet.

Untertags, bei der Tierbeobachtung und während der Erforschung teils spektakulärer Panoramen, setze ich jeden Schritt nur unter großer Anstrengung. Ich verweigere die Nahrungsaufnahme, knalle um 18 Uhr Ortszeit aufs Bett, um Sekunden später ins Koma zu fallen – um dann aber spätestens gegen 4 Uhr früh wie der alte Marlon Brando den Kühlschrank zu plündern. Erst nach einer Woche gelingt es mir diesen extremen Jet Lag abzuschütteln, das aber gleich mal mit einem Fieberschub an die 39 °C.

Wir starten im Kruger, einem Nationalpark in der Größe von Wales. Breit gezogenes, gut erhaltenes Straßennetz, professionelle Infrastruktur, freundliches Personal, überraschend tolles Preis-/Leistungsverhältnis.

Und einiges an Getier.

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Der Alltag im Nationalpark ist schnell erklärt: Man fährt gut ausgeschilderte Strecken ab und hält Ausschau nach dem lieben Vieh. Die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöht sich mit der Zeit, da die Gewöhnung ans immerpräsente Rotwild rasch einsetzt. Wie einem Cracksüchtigen verlangt es dir nach einer immer höheren Dosis. Was, ein Elefant? Pfft, fahr weiter!

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Jedermanns Ziel ist es, die Big 5 zu jagen, also Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Viel Erfolg mit den letzten zwei. Man lädt das Teleobjektiv durch und ignoriert irgendwann die Zebras.

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Aus dem Auto aussteigen außerhalb markierter Plätze ist strengstens untersagt und wäre auch schön blöd angesichts dessen, was sich hier so tummelt. Aber auch in abgesperrten Camps lauert immer wieder Gefahr seitens der unverschämten Affen. Denn so lieb sie auch aussehen mögen, so eklig verhalten sie sich dir gegenüber in ihren aggressiven, taktisch koordinierten Überfällen auf deine Nahrungsmittel. Das Kudusteak-Sandwich wird dann doch besser im unangenehm aufgeheizten Auto verspeist.

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Die Camps werden im Kruger von einer Restaurant-Kette bedient. Es flasht, im Nirgendwo der Steppe einen Starbucks-artigen, im Kolonialstil eingerichteten Laden zu finden. Der trainierte Hausverstand eines europäischen Touristen befiehlt, einen riesigen Bogen um Speis und Trank an isolierten Urlaubsepizentren zu machen. Niemand ist so bescheuert, am Markusplatz der afrikanischen Nationalparks sein Taschengeld zu verkonsumieren. Und dementsprechend quillt unser Kofferraum über mit schnöden Pastagerichten. Aber in Südafrika, da gilt die Logik des Touristennepps wohl nicht, und man nimmt für wenige Euros schön angerichtete, fleischlastige Gerichte zu sich, soweit es die eigene Appetitlosigkeit erlaubt.

Das Flusspferd ist der Mao unter den Diktatoren der Tierwelt. Saugefährlich, aber ob seines molligen Äußeren ewig unterschätzt, weswegen er zu Unrecht nicht zu den Big 5 gezählt wird (Büffel? Also bitte…). Der afrikanische Hippster leidet auch unter seiner fehlenden Gesichtsbehaarung. Wie ein Albino sucht er im Wasser Schutz vor der erbarmungslos knallenden Sonne Afrikas. Ich hätte gerne mehr von ihm gesehen.

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Der Hippo ward gerade von mir vom Olifants Camp aus beobachtet, das, an einer Klippe gebaut, ein sich ewig hinziehendes Panorama bis nach Mozambique bietet. Herrliche Geschichte.

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Kruger, uneingeschränkte Empfehlung.

Parallel zum besagten Nationalpark verlaufen letzte Ausläufer der Drakensberge, die uns später nochmals begegnen werden. Hier kam es vor einiger Zeit zu einer besonders attraktiven tektonischen Verfaltung mit Canyons und Wasserfällen. Entlang einer Panoramastraße klappert man Haltepunkte dessen ab, was hier als Blyde River Canyon bekannt ist.

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Die 3 Rondaveels, an traditionelle Rundhütten erinnernde Bergspitzen, sind hier deutlich erkennbar.

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Tolle Aussicht, schlechtes Licht! Für mich eines der schönsten Panoramen meiner illustren Reisen.

Ein etwas anderer Wasserfall:

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Der Himmel öffnet sich:

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Schade nur, dass nach diesen frühen Highlights das Niveau kurzzeitig ziemlich abfällt. Wir fahren durch das komplett autonome Königreich Swasiland, das landschaftlich nicht genug bietet, um zumindest einmal anzuhalten, schnurstracks ins Zululand, das wieder zu Südafrika gehört. Potenziell wartet hier ein weites Spektrum an Attraktionen, aber der größte Tierpark, der hochgelobte Hluhluwe-Imfolozi, normalerweise ein einzigartiger Ballungsraum für Nashörner, ist dürrebedingt staubtrocken, super unfreundlich und quasi tierfrei. In dieser verarmten, eher unattraktiven Gegend fressen wir sehr viele leere Kilometer und die Kamera fault auf der Rückbank vor sich hin.

Die Woche der Rekonvaleszenz

Im zentralen Ostsüdafrika gibt es eine dieser kartographischen Anomalien zu bestaunen: Die Enklave. Lesotho ist genauso wie der Vatikanstaat vollständig von einem einzigen anderen Staat umgeben, wiewohl ungleich weniger touristisch als die katholische Hochburg. Hochburg wiederum passt sehr wohl, denn Lesotho, das sich vollständig über 1.000 Höhenmeter befindet, ist das Land mit dem höchsten tiefsten Punkt der Welt. Und noch so eine statistische Kuriosität: In keinem anderen Land gibt es mehr Opfer von Blitzschlägen als hier.

Die bereits erwähnten Drakensberge bilden entlang der Ostflanke von Lesotho einen Nationalpark, der zum Trekking einlädt. Es gibt mehrere Zutrittspunkte, die jeweils nur über mühevolle Umfahrungen erreichbar sind, denn leider hat die Natur hier auf eine bequeme Nord-Süd-Talverbindung verzichtet. Die vielen Fahrstunden, eine mal nicht so gute Straßenlage und fehlende Höhepunkte kratzen an der Moral der Reisenden.

Eines der sehr wenigen Photos vom Drakensberge NP:

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Meine Biouhr ist mittlerweile in der Jetztzeit angekommen, aber Lethargie macht sich beim Rekonvaleszenten breit. Trekking? Sehr widerwillig, schleppend, ohne jegliche Freude. Die Hotelzimmer sehne ich in dieser Phase so herbei wie die herrlich süssen vorgeschnittenen Mangos, die man in Südafrika in jedem besser ausgestatteten Supermarkt im Bulk bekommen kann. Mein Körper bekommt nicht genug von diesen Vitaminen.

Wir fahren gegen den Uhrzeigersinn an die Nordgrenze zu Lesotho, passieren dabei den Golden Gate National Park, durch den eine Bundesstraße führt. Der Park zeichnet sich durch weite Flächen aus, bei der Durchfahrt kann man Zebras und diverse Antilopen bewundern.

Blick zurück auf den Golden Gate NP:
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Und Lesotho? Heißt uns mit einer Radarfalle willkommen. Das ist aber kein Problem, ich habe während unzähliger Reisen meine Affinität für Straßenkämpfe mit Polizisten entdeckt. Also: Aussteigen, Puls 60, verhandlungssicheres Englisch, und ich zermürbe sie so lange mit repetitiven Argumenten, bis sie psychisch demoralisiert aufgeben. Wir dürfen ohne zu blechen weiterfahren, sie werden sich in der Nacht in den Schlaf weinen.

Das Land selbst ist arm, aber schön. Man ist durchgehend in kurvigen Highlands unterwegs, fährt an Ziegenhirten in Ponchos vorbei, fragt sich, ob die schon mal vom Blitz versengt wurden, dann regnet es mal wieder. Die Route ist geplant und nicht sonderlich direkt, die schöneren Landschaften und besseren Straßen finden wir eher im Süden.

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Zersiedelung mit Rondaveels:

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Ein klassisches Panorama in diesem Teil der Welt: Unmotiviert in der Gegend rumstehende Tafelberge. Der Nebel hängt tief.

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Straßen sind teilweise so neu, dass sie nicht einmal im Navi eingezeichnet sind. Direkt an einem dieser Geisterhighways: Eine wilde Schlucht mit mehreren mehrstufigen Wasserfällen. Der Aussichtspunkt ist der einzige Ort in Lesotho, wo wir andere Touristen treffen.

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Schön und gut. Wir atmen dennoch durch, als wir wieder im vertrauten Südafrika sind. Auch gilt es, mal wieder nach den Tieren zu schauen.

Der Kruger NP ist das Wembley Stadion, wo vorwiegend die großen Biester abrocken, der Mountain Zebra NP hingegen ein geschmackvoll programmierter Indiestall mit nettem Türsteher, wenigen Besuchern und einer überschaubaren Anzahl von Gruppen, die normalerweise unterm Radar fliegen, hier aber überzeugen können.

Die Big 5 sucht man vergebens, da es sie schlicht nicht gibt (Okay, 2 Löwen sorgen angeblich fürs ökologische Gleichgewicht, indem sie die Dummen und Faulen wegbeißen.). Dafür sehr viel Mittelstand. Zebras natürlich:

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Oder dieses Hybridwesen, eine Antilope mit wasserstoffblondem Vokuhila und dem definierten Brustkorb eines Gorillas. Von diesem Biest, das hier unbehelligt in großen Herden grast, bekam ich nicht genug.

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Es ist der Mix aus zerklüfteter Landschaft, offenen Weideflächen und gemütlichem Herdentrieb, der mir hier so gut gefällt.

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Man bekommt am Eingang eine Liste mit Photos von Tieren, die man bei Sichtung abhakerln kann. Einer tollen Idee folgt die ehrgeizige Schnitzeljagd.

Ein neuer Vogel fürs Portfolio:

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Dieses Kudu, eine riesige Antilope, weiß wohl von meiner Vorliebe für Kudusteak-Sandwiches in Tomatensauce:

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Ein anderer Bock:

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Die Veränderung der Demographie

Selten habe ich eine solche Diskrepanz zwischen Namen und Gebotenem erlebt wie beim Addo Elephant NP. Es ist ein riesiges Gebiet mit Anschluss zur Küste, das sich rühmt, nicht nur die Big 5, sondern sogar die Big 7 zu beherbergen, da sich im Wasser unter anderem weiße Haie und (in der Saison) Blauwale tummeln. Etwas großkotzig also. Und wie es halt so ist sehen wir nur die üblichen paar Zebras und Antilopen.

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Irgendwelche Elefanten? Nix da. Auch zeichnet den Park ein dichtes, hohes Gestrüpp aus. Wenn man da mit dem Wagen durchfährt, müsste man dem Tier schon auf der Straße begegnen, um es zu sehen. Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit? Eben. Aber einmal passiert es.

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Mit der Selbstsicherheit eines Tieres ohne natürliche Feinde räkelt er sich im Gebüsch, während in ca. 15 Metern Entfernung immer mehr Autos anhalten.

Also immerhin: 4 der Big 5 in freier Natur gesehen.

Zu diesem Zeitpunkt sind 4.000km verfahren und mit der Anknüpfung an die Westküste ändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch die Demographie. Es wird zunehmend „weißer“. Denn dem Ende der Apartheid zum Trotz ist Südafrika ein unglaublich segregiertes Land. Die niederen Arbeiten werden mehr als tendenziell von Farbigen erledigt, die „Kaukasier“ managen die Hotels. Und die Westküste bis zum Kap ist in diesem politisch tragischen und für den gemeinen Mitteleuropäer äußerst komplizierten Land verstärkt von Weißen besiedelt.

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Der Tsitsikamma NP bildet den östlichen Abschnitt der berühmten Garden Route, die entlang der Küste an mehreren Attraktionen vorbei verläuft. Eine gemütlicher Wanderpfad führt entlang einer Felsküste zu einem trickernden Wasserfall.

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Nach einem Tag am Ozean fällt es mir zunehmend schwer, hier weitere Highlights zu finden, die einen längeren Aufenthalt rechtfertigen würden. Mehr als eh nett ist diese Garden Route für mich nicht. Der gewichtige Vorbehalt ist jedoch: Wenn Walsaison ist und man diese Riesen direkt von der Küste aus beim Leben beobachten könnte, würde ich die Geschichte wohl anders analysieren.

Aber so ist Hermanus, das Mekka der Walbeobachtung, ein verschlafenes, viktorianisch bebautes Städtchen mit dennoch vielen Touristen, die auch nicht ganz verstehen, was sie hier eigentlich tun. Die Steilküste ist nett, es gibt merkwürdige Pelztiere und es bietet sich als Zwischenstopp auf dem Weg zum Kap an.

Nachbardorf von Hermanus aus gesehen:

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Merkwürdige Pelznager:
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Eine Brücke, von der man springen kann:

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Weinbaugebiete in der Umgebung:

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Die Kap-Umrundung

Die letzten 300 km bis Kapstadt sind als gemütliches Auslaufen geplant. Entlang gut ausgebauter Straßen ein paar Mal anhalten, bisschen was sehen, am Nachmittag den Mietwagen abgeben, TIEF durchatmen. Doch die Kapregion ist traumhaft schön:

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Einsame Strände überall:

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Ein guter Teil der Strecke verläuft direkt zwischen Steilküste und Ozean.

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Der Kap NP klingt nach Touristennepp, der mit dem klingenden Namen des Kap der Guten Hoffnung wirbt. Nix da. Auch hier ist es sehr schön, wenn auch ziemlich überlaufen, da der Park ein Pflichttermin jedes Kaptouristen ist.

Zunächst: Das ist das Kap der Guten Hoffnung:

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Das gegenüber liegende Cape Point ist spektakulärer:

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Kurz vor Kapstadt passiert man schließlich eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt:

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Cape Town selbst gilt als lebenswerteste Großstadt in Afrika. Die Stadt selbst ist eine Mischung aus funktionalen Großbauten aus den 1980ern, ein paar wenigen viktorianischen Überbleibseln und einer touristischen Hafengegend, wo man Seerobben beobachten kann. Die Kontraste sind groß. Weiße auf der Straße fallen auf. Man wird vor allem gegen Abend, wenn sich die Stadt leert, regelmäßig angebettelt und teilweise führte das auch zu unerfreulich aggressiven Begegnungen, die ich in dieser Form in anderen Ländern mit großem Armutsgefälle nicht erlebt habe.

Das für die Fußball-WM errichtete Stadion ist ein klassisches Multimillionengrab:

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Beim Hafen:

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Highlights? Innerhalb der Stadtmauern eher rar. Was Kapstadt einmalig macht sind Lage und Umgebung. Hier ein Blick von der Fähre nach Robben Island, einst berüchtigt fürs jahrzehntelange Wegsperren von politischen Aktivisten, heute ein Freilichtmuseum.

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Tafelberg und Lion’s Head:

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Die Überfahrt ist von paranoidem Ausschauhalten nach Walen und Delfinen geprägt. Aufgrund des Wellenganges und des vielen Treibguts eine Geschichte voller Fehlalarme. Der mehrstündige Besuch der Gefängnisinsel ist gut organisiert durchgetaktet. Man fährt mehrere Ziele an, besucht die Zelle von Mandela, lässt sich von einem ehemaligen Gefangenen erzählen. Wie überall in Südafrika darf auch auf dieser Insel die Natur nicht zu kurz kommen.

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Inseleigene Pinguin-Kolonie:

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Und sonst? Nach drei Wochen der Anstrengungen und 5.500km „on the road“, was für diesen knappen Zeitraum ein absurdes Pensum ist, beenden wir das Individualprogramm. Wir buchen das Hop On-Hop Off-Service, lehnen uns zurück und lassen es damit gut sein.

The End

Südafrika war als Anfang vom Ende einer Reise geplant gewesen. Von hier aus wollte ich ursprünglich nordwärts bis nach Äthiopien fahren. Doch Langzeitreisen sind anstrengend und der Euro ist schwach. Nach 220.000km, also wenn man so will 5,5 Erdumrundungen, bin ich müde und pleite und fliege vorzeitig heim in eine ungewisse Zukunft im Prekariat.

An das alte Wetter werde ich mich wieder gewöhnen müssen.

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